Dienstag, 25. Januar 2011

Cairns: Great Barrier Reef und Kuranda [Australien Part 5]

Passend zum allseits beliebten Dschugelcamp geht es heute weiter mit der vorletzten Station meiner Australienreise, die mich sogar auch tatsächlich in den Regenwald geführt hat.

Mit dem kleinsten Flugzeug, in dem ich je gesessen habe, es gab insgesamt nur 5 Plätze in einer Reihe, ging es also von Darwin aus nach Cairns, einer Stadt mit ca. 98.000 Einwohnern, die an der Ostküste im Bundesstaat Queensland liegt. Das Klima ist auch dort (leider) tropisch, also feucht und heiß, ich würde es als unangenehm beschreiben ;) Von Cairns selbst haben wir nicht viel gesehen, wir hatten zwar den ganzen Nachmittag zur freien Verfügung, die letzten Touren haben uns aber doch etwas angestrengt, sodass wir beschlossen, uns am tollen Pool des Hotels zu entspannen, zumal die Stadt nicht allzu viel zu bieten hat.


Für den nächsten Tag hatten wir eine Fahrt mit dem Schiff zum Great Barrier Reef gebucht, das mittlerweile eine Länge von 2.300 Kilometern hat und aus einer Kette von über 2.900 Einzelriffen, knapp 1.000  Inseln und unzähligen Sandbänken besteht. Insgesamt umfasst es eine Fläche von etwa 347.800 km² und ist aus dem Weltall mit bloßem Auge zu sehen.

Unser Katamaran           
Wir hatten sehr gehofft, dass auf dem Wasser ein angenehmer Wind wehen würde, leider war dem nicht so. Es war absolut windstill und die wahnsinnig Kraft der Sonne auf diesem Kontinent zusammen mit dem schwülen Klima hat meinem Kreislauf ja schon an Land sehr zugesetzt, durch das Schaukeln des Katamarans wurde es nur noch schlimmer, sodass ich praktisch den Großteil des Tages geschlafen habe.

Natürlich gibt es aber trotzdem einige Bilder, meinen Mama hat fleißig fotografiert.
Hier sieht man dasZiel der Fahrt, eine kleine Insel, zu der man mit kleineren Booten hinüberfahren konnte, ich habe dankend abgelehnt ;)

Die Gelegenheit, mit einem kleinen U-Boot in die Tiefe zu fahren, um die wunderschönen Korallenriffe zu bewundern, habe ich aber dann doch ergriffen. Mir war zwar ziemlich schlecht, aber es hat sich gelohnt, das Riff ist wirklich beeindruckend. Leider haben die Kamera und die Fenster des Bootes in Zusammenarbeit die tollen Farben ziemlich geschluckt:


Auf der Rückfahrt nach Cairns:


Auch wenn ich froh war, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben, war es ein toller Tag, die Farben des Meeres und der Korallen sind einfach der Wahnsinn!

Am nächsten Tag gab es dann das komplette Kontrastprogramm.
Mit der Skyrail Rainforest Cableway, welche eine 7,5 Kilometer lange Seilbahn ist, sind wir vom Caravonica Terminal in der Nähe von Cairns aus in 1,5 Stunden hoch nach Kuranda gefahren. Das Besondere an dieser Seilbahn ist, dass sie nur wenige Meter über den Regenwald führt und man so einen tollen Eindruck von diesem bekommt.


Kuranda selbst ist ein kleiner Ort, der in 380m an der westlichen Seite der Kuranda Range, einem Teil der Great Dividing Range, liegt und ca. 3000 Einwohner hat. Sie ist komplett vom Regenwald umschlossen und befindet sich 25 Kilometern nordwestlich von Cairns. Früher wurde der Ort hauptsächlich zur Zinn- und Holzgewinnung genutzt, es zog aber schon Anfang des 20. Jahrhunderts aufgrund der schönen Natur immer mehr Touristen dorthin. In den 1970er Jahren wurde das Dorf von Hippies entdeckt und es entwickelten sich einige Hippiekommunen. In Marktbuden unter freiem Himmel wurden lokale Produkte und handgearbeitete Waren verkauft, Kuranda blühte in dieser Zeit auf und erlebte einen Bevölkerungsschub.

Der berühmte Barron Wasserfall

Der Ort selbst besteht eigentlich hauptsächlich aus Geschäften und Märkten sowie Cafes und Bars, ein richtiger Touristenort also.
Wir haben uns entschieden, zuerst einmal die bekannte Butterfly Sanctuary, eine Schmetterlingsaufzuchtstation zu besuchen. Diese Schmetterlinge dort sind wirklich wunderschön!


Einer der kleinen Kerle hat sich bei meinem Bruder auf die Hand gesetzt, das musste natürlich auch sofort fotografisch festgehalten werden, er durfte sich deshalb ein paar Minuten nicht bewegen ;)


Zur Stärkung haben wir uns dann nach einem kleinen Restaurant umgesehen und sind lustigerweise im "German Tucker Wursthouse" gelandet, einer kleinen Bratwurstbräterei, die von einem Deutschen, der aus der Nähe von Köln kommt, geführt wird und in der den ganzen Tag über Karnevalsmusik läuft. Dieses Gefühl, bei über 30° im Regenwald von Australien Bratwurst mit Sauerkraut zu essen und Karnevalslieder zu singen war so schräg, dass es schon wieder richtig gut war^^ Der Besitzer hat auch sofort erkannst, dass wir aus Deutschland sind und hat sich wahnsinnig gefreut und sich lange mit uns unterhalten.

Man beachte die Kölsch-Kiste, die dort oben steht ;)                                                         Die Speisekarte      

Zurück nach Cairns ging es dann mit der alten Eisenbahn, die schon im Jahr 1891 errichtet wurde, genauso hat sie auch gequietscht ;)

Der Blick aus den Bergen auf die Küste von Cairns und das Meer:


Der letzte Teil der Reise hat uns dann endlich nach Sydney geführt, mehr davon gibt es dann demnächst!
Ich werde mich jetzt mal wieder ans Lernen begeben, einen wunderschönen Tag euch noch!

4 Kommentare:

25. Januar 2011 um 13:48

es sieht aus wie auf Postern & Postkarten ... ich dachte immer sowas gibts in echt garnicht :D

<3

http://julia-kopflos.blogspot.com/

25. Januar 2011 um 14:05

super, das würde mir auch gefallen.. bis auf die Hitze ^^

26. Januar 2011 um 19:49

postkartenbilder...*neid*
schön die bilder bei dem grauen wetter hier :)
lg

31. Mai 2011 um 16:51

Oh Gott, da bekommt man ja direkt Fernweh! Ich war noch nie in Australien, möchte dort aber sooo gerne mal hin! *.*

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