Dienstag, 4. Januar 2011

Ab in die Wüste: Ayers Rock und Kings Canyon [Australien Part 3]

Weiter geht es mit meinem kleinen Urlaubstagebuch. Von Melbourne aus ging es per Flugzeug nach Alice Springs, der einzigen größeren Stadt nahe dem geographischen Zentrum Australiens. Sie ist mindestens 1.500 Kilometer von allen anderen großen Städten entfernt, somit also ziemlich einsam gelegen. Alice Springs hat in etwa 22.000 Einwohner.

Als wir aus dem Flieger gestiegen sind, war mir sofort eins klar: hier ist es heiß ;)
Der Flughafen ist wirklich süß, vor allem im Vergleich zu Frankfurt oder Melbourne. Es gibt ca. 4 Gates, die aber im Prinzip den gleichen Warteraum benutzen und ein Gepäckband.


Über Alice Springs lässt sich wenig sagen und noch weniger fotografieren. Es ist wahnsinnig heiß und wir haben uns dort auch nicht wirklich wohl gefühlt. Die Spannungen zwischen den Ureinwohnern, den Aborigines, und den von den Einwanderern abstammenden Australiern ist quasi greifbar und hat bei uns ein blödes Gefühl verursacht. Gott sei Dank hatten wir nicht noch einen extra Tag dort eingeplant sondern sind direkt am nächsten Morgen von einem großen, komfortablen Reisebus abgeholt worden, mit dem wir uns auf die zweitägige Reise zum Ayers Rock und Kings Canyon begeben haben.

Die Landschaft ist dort normalerweise nicht so üppig, eigentlich sieht man weit und breit nur roten Sand. Durch die unnormalen Regenfälle der letzten Zeit ist aber sogar dort alles grün geworden, das gab es so dort wohl noch nie.


Auf dem Weg sind wir unter anderem am Mount Connor vorbeigekommen, der vor allem früher oft aufgrund seiner Gestalt für Ayers Rock gehalten wurde.

Mount Connor                                                                                                Die Olgas
Nach stundenlanger Fahrt durch die immer gleiche Landschaft endlich die ersten Eindrücke vom Ayers Rock, die auf einer Wanderung um den Felsen entstanden sind:


Übernachtet haben wir in einer kleinen Lodge in Yulara, auch Ayers Rock Resort genannt, einer kleinen Touristenstadt am Rande des Nationalparks.
Am nächsten Morgen sind wir um halb vier aufgestanden, um den Sonnenaufgang am Uluru zu bewundern.



Nach einer weiteren kleinen Wanderung und einem kurzen Abstecher zu den Olgas mit erneuter Wanderung (ich glaube so viel bin ich noch nie gewandert^^) ging es weiter mit dem Bus in Richtung Kings Canyon.

Und dann kam der Regen:


Es ist einfach unglaublich, wie sich eine wünstenartige Landschaft mit strahlendem Sonnenschein innerhalb von 10-15 min in ein Gebiet verwandelt, das mich an Hochwassergebiete erinnnert hat. Um erhlich zu sein haben wir es dann auch ein bisschen mit der Angst bekommen, da die wenigen Flüsse diesen Wassermassen überhaupt nicht gewachsen sind und wahnsinnig schnell in über die Ufer treten. Das eigentliche Problem ist allerdings der Schlamm, in den sich der viele rote Sand verwandelt und die Straßen unpassierbar macht.
Wir haben es dann aber gut in unser Resort geschafft, das innerhalb einer Gebiergsformation liegt und zu dem nur diese eine Straße führt. An eine Abreise war zunächst nicht mehr zu denken: die Straße war komplett gesperrt, wir also eingeschlossen. Unser Guide warnte uns dann auch direkt vor, dass wir auch am nächsten Tag eventuell nicht abreisen könnten oder dies mitten in der Nacht tun müssen, je nachdem wie sich das Wetter entwickelt. Uns blieb also nichts anderes übrig als das Beste aus der Situation zu machen und da der Regen auch etwas nachgelassen hatte, haben wir uns auf zum Restaurant gemacht und uns erstmal eine Pizza gegönnt. Auf dem Weg zurück zum Zimmer ist uns dann auch noch ein wilder Dingo begegnet, vor denen überall im Resort gewarnt wurde. Meine Mama hat fast einen Anfall bekommen, aber ich glaube er hatte mehr
Angst vor uns als wir vor ihm. Alles in allem also ein Geburtstag, den ich so schnell nicht vergessen werde!

Der nächste Morgen wurden wir früh mit strahlendem Sonnenschein geweckt, sodass wir uns dann doch auf den kurzen Weg zum Kings Canyon machen konnten. Die große Tour war dort leider nicht möglich, da der spezielle Guide dafür nicht anreisen konnte, die Straßen waren immer noch zum großen Teil zu.


Den Aufstieg zu diesem "Kings Canyon Walk" haben mein Bruder und ich dann aber trotzdem gemacht und innerhalb von einer halben Stunde ca. 2 l Wasser getrunken, es war sooo heiß und anstrengend und dummerweiße auch höher als man von unten vermutet ;)
Gelohnt hat es sich trotzdem, wir hatten einen tollen Ausblick. Es ist einfach wahnsinnig wie weit dieses Land ist!

Der felsige Aufstieg                                                                              Ausblick von oben über das Land

Nach dem Abstieg sind wir dem Rest der Gruppe hinterhergewandert in den Canyon hinein.



Danach gings auf sechsstündiger Fahrt wieder zurück nach Alice Springs, wo wir abends angekommen sind.
Zum Abschluss hat mein Bruder sich dann mal an ein Känguruh-Filet rangewagt, es hat ihm auch gut geschmeckt. Mein Fall ist es allerdings nicht, ich würde es am ehesten mit Wild vergleichen.



Am nächsten Morgen ging es dann viel zu früh mit einem winzigen Flugzeug nach Darwin. Fotos und Erlebnisse von dort folgen im nächsten Teil.
Ich hoffe es hat euch gefallen und es wird euch noch nicht zu langweilig ;)

4 Kommentare:

4. Januar 2011 um 18:44

haha, ja, ich will auch zurück! ;)

5. Januar 2011 um 14:21

Tolle Berichte, mach weiter so! Das weckt wirklich das Fernweh, ich finde solche Berichte toll! Und zu sehen, dass es bei euch auch starken Regen gab, aber nichts schlimmes passiert ist, macht auch Mut!

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